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Erweiterungsbau HARTMANN-Logistikzentrum

08.12.2005 Gleitreise nach oben hat begonnen: Im Herbrechtinger Industriegebiet Vohenstein ist ein weiterer wichtiger Schritt im Bauvorhaben der PAUL HARTMANN AG erreicht. Am Montag, den 5. Dezember, haben die Arbeiter auf der Baustelle des Logistikzentrums begonnen, eine 28 Meter hohe Komplextrennwand in Gleitbauweise hochzuziehen. Sie fungiert als Feuerschutzwall zwischen der bestehenden Kommissionierhalle und dem neuen Hochregallager. Die Wand, die rund um die Uhr betoniert wird, soll am kommenden Sonntag fertig sein. "Wir wenden hier ein nicht ganz alltägliches Bauverfahren an, das bei Fachleuten in der Umgebung auf großes Interesse stößt", sagt Wilhelm Esslinger, Bauleiter bei HARTMANN, und hofft, dass das Wetter in bis zum Wochenende mitmacht und der Terminplan eingehalten werden kann.

Das Prinzip der Gleitbauweise funktioniert folgendermaßen: Die Schalung, mit deren Hilfe das Bauwerk errichtet wird, wird an Kletterstangen hochgezogen und gleitet mit einer Geschwindigkeit von 15 Zentimetern pro Stunde in die Höhe. Diese kontinuierliche Aufwärtsbewegung erfordert, dass die Bewehrung und der Beton pausenlos eingebaut werden. Während ein Eisenflechter am oberen Ende des Bauwerks Bewehrungsstäbe in die Konstruktion einbindet, überwacht der so genannte Gleitmeister den Betonierprozess am unteren Ende der Mauer. Die besondere Herausforderung des Bauvorhabens besteht darin, dass der Beton bei der Verarbeitung eine gewisse Steifigkeit aufweisen muss, bevor der Gleitprozess fortgeführt werden kann. Ist das Baumaterial zu nass, läuft es aus, ist es zu trocken, bleibt es an der Schalung kleben.