Die meisten der in Deutschland auf Pflege angewiesenen Menschen werden zu Hause betreut. Wer zu Hause Pflegemaßnahmen übernehmen muss, verfügt meist nicht über praktisches Wissen in der Krankenpflege. Doch die Krankenpflege für den häuslichen Bereich ist erlernbar. Sozial- und Diakoniestationen veranstalten entsprechende Kurse. Geht es um Rehabilitationspatienten, erfolgt eine Unterweisung durch das Klinikpersonal. Auch durch das Lesen von Fachliteratur lässt sich nötiges Wissen aneignen.
Krankenpflege lässt sich in drei Bereiche aufteilen:
Grundpflege
Behandlungspflege
prophylaktische Maßnahmen
Die Grundpflege umfasst Körperpflege und Hygiene, eine gesunde und ausreichende Ernährung, die Unterstützung geregelter Ausscheidungen und ausreichend Bewegungsmöglichkeiten.
Unter die Behandlungspflege fallen Tätigkeiten, die die Arbeit des Arztes unterstützen:
Temperatur-, Puls- und Blutdruckkontrolle
Überwachung der Einnahme von Medikamenten
Anwendung von Wickeln
Einreibungen
Ein sachgerechter Verbandwechsel, das Verabreichen von Spritzen, das Legen eines Blasenkatheters usw. sind dagegen meist Sache des Arztes oder einer Krankenschwester. Wenn es die Situation erfordert, kann dies aber auch von Laien erlernt werden.
Prophylaktische Maßnahmen dienen dazu, drohende Krankheiten wie Druckgeschwüre, Thrombosen oder Lungenentzündungen durch vorbeugende Wachsamkeit zu verhindern.