Atrauman Ag – silberhaltige Salbenkompresse zur Infektionsbekämpfung
Die keimtötende Wirkung silberhaltiger Wundauflagen ist seit langem bekannt. Mit der silberhaltigen Salbenkompresse Atrauman Ag ist es gelungen, ein Produkt mit sicherer bakterizider Wirkung, aber mit nur geringer Zytotoxizität zu entwickeln, sodass die Wundheilung nicht beeinträchtigt wird.
Das Trägermaterial von Atrauman Ag besteht aus einem weitmaschigen hydrophoben Textil aus Polyamid. Es ist mit metallischem Silber ummantelt, das chemisch fest an das Trägermaterial gebunden ist. Das mit Silber ummantelte Trägermaterial wiederum ist mit einer hydrophilen Salbenmasse imprägniert. Das ganze System besitzt eine hohe Luft- und Wasserdampfdurchlässigkeit. Aus dieser Konstruktion ergeben sich entscheidende Vorteile: Auf die Wunde appliziert, gibt die silberhaltige Salbenkompresse bei Kontakt mit Exsudat von ihrer Oberfläche Silberionen ab. Diese verbleiben größtenteils in der unmittelbaren Umgebung der Wundauflage – nur sehr wenige Ionen gelangen in die Wunde selbst – und heften sich an die Oberfläche von Bakterien und töten diese zuverlässig ab. Das Wundexsudat wird zusammen mit den abgetöteten Bakterien in der Saugkompresse aufgenommen.
Der Wirkmechanismus: Bakterien (grün) werden bei Kontakt mit Atrauman Ag abgetötet, dann mit dem Wundsekret (gelb) und den entstandenen Endo- toxinen in die sekundäre Wundauflage aufgenommen. Die lang anhaltende bakterizide Wirkung von Atrauman Ag konnte in einem Laborversuch nachgewiesen werden.
Je weniger Silberionen in die Wunde und damit an die Zellen der Haut abgegeben werden, desto geringer ist die Toxizität einer silberhaltigen Wundauflage. Die geringe Toxizität von Atrauman Ag konnte in Versuchen (Methode ASTM 2180) mit der humanen Keratinozyten-Zelllinie HaCaT belegt werden. Das bakterizide Wirkspektrum von Atrauman Ag ist außerordentlich breit und erfasst grampositive wie -negative Bakterienstämme. Dabei hält die bakterizide Wirkung nicht nur kurzfristig, sondern über einen langen Zeitraum an. Die Salbenimprägnierung schließlich sorgt für die Pflege der Wundränder und wirkt einer Verklebung entgegen. Von besonderer praktischer Bedeutung ist auch, dass sich Atrauman Ag mit unterschiedlichsten Wundauflagen als Sekundärverband kombinieren lässt. So z. B. mit dem Schaumverband PermaFoam, dem Calcium-Alginat Sorbalgon oder aber mit traditionellen Wundauflagen wie ES-Kompressen oder Zetuvit.