Rohstoffe
Jeder Produktionsprozess ist mit Auswirkungen auf die Umwelt verbunden. Er beeinflusst sowohl lokale als auch globale Lebensbedingungen. Für die HARTMANN GRUPPE heißt die Konsequenz, dass Stoffkreisläufe geschlossen und die Effizienz der Prozesse ständig optimiert werden müssen.
Die HARTMANN GRUPPE verwendet für ihre Produktion rund 70 % Zellulose und 20 % Baumwolle. Damit beträgt das Gesamtvolumen nachwachsender Rohstoffe in unserer Produktion etwa 90 %. Die Zellulose beziehen wir größtenteils aus dem Süden der USA, wo in nachhaltig bewirtschafteten Forsten schnell wachsende Hölzer angebaut werden. Dabei unterstützen wir als Abnehmer das Programm Sustainable Forest Initiative®, eine der weltgrößten Initiativen zur Erhaltung und Kultivierung gesunder Forste mit ihrer natürlichen Artenvielfalt. Lediglich 10 % unserer Rohstoffe stammen aus nicht erneuerbaren Quellen. Auch hierbei bevorzugen wir jedoch umweltverträgliche Materialien wie z.B. Polyethylen.
Effiziente Rohstoffnutzung
Durch die optimale Kombination unterschiedlicher Materialien erreichen wir höchste Anwenderfreundlichkeit mit positiven Umweltaspekten. Zellulose verarbeiten wir hauptsächlich als Saugmaterial, Baumwolle hingegen für textile Verbandstoffe. Bei der Herstellung von Watte kommen Fasern zum Einsatz, die in der Textilindustrie, d.h. für Spinnereien, aufgrund ihrer geringen Länge nicht verwertbar sind. Sie entsprechen aber ideal den Anforderungen der Wattefertigung. Auf diese Weise ist eine nahezu vollständige Ausnützung des Rohstoffs Baumwolle möglich. Auch für Zellstoffprodukte setzen wir Fasern aus dem betriebsinternen Recycling ein, wo immer dies technisch möglich ist.
Superabsorber
Bei der Herstellung der Saugkörper von Inkontinenzprodukten setzt die HARTMANN GRUPPE auf Superabsorber - einen umweltneutralen Kunststoff, der ein Vielfaches seines Eigengewichts an Flüssigkeit aufnehmen und speichern kann. Der Verbrauch von Zellulose kann so erheblich reduziert werden. Eine geringere Menge des Kunststoffs kann die gleiche Menge an Flüssigkeit aufnehmen wie eine erheblich größere Menge an Zellulose. Dank der hohen Saugkraft des Superabsorbers können wir dünnere, leichtere und zugleich sehr viel leistungsfähigere Produkte herstellen. Die Folge ist ein geringeres Volumen und damit weniger Verpackungsmaterial, weniger Transporte und weniger Umweltbelastung. Somit konnten wir den Rohstoffeinsatz pro produzierter Inkontinenzeinlage konsequent verringern.

